Autor Thema: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier  (Gelesen 9520 mal)

Skallgrim/Emek

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #75 am: August 26, 2014, 18:21:27 »
Muss noch dazu sagen das es nur für Cosplay wird, also nix abrieb und belastung, das soll nur gut ausshen und auf Maß gebaut sein.

Weil dus bist ;)


Die übergänge der verschiedenen Stoffteile werden noch abgeschliffen.

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Er soll malen bis seine Glieder versagen, seine Nerven austrocknen, seine Augen starr werden und seine Existenz in der Lüge der Realität endet!

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Asfael / Kheresh

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #76 am: August 26, 2014, 19:57:18 »
Danke!
Und wenn wir gerade beim kleinen Finger und Arm abreißen sind...:
Du hast nicht zufällig ein gutes Foto von Dir in der neuen NurgleRüstung/ Panzer/ Helm, an dem Du die Rechte hast, für meine Website? Immerhin bist Du einer von denen, die mir auf meiner -viel zu kurzen- Safari entkommen konnten...
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Skallgrim/Emek

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #77 am: August 26, 2014, 21:36:44 »
Die aus dem Quartett von Aurelian sind bisher die neusten.
Link-> http://www.horden-des-chaos.de/forum//sonstiges/hdc-quartett-by-aurelian/

War mit meiner Stangenwaffe immer in 2. Reihe und bei der Endschlacht nicht in Rüstung unterwegs wegen Bloodbowl vorher. Als der Fotograf bei uns war war ich auch noch in der Stadt unterwegs.
Dieses Jahr hats nicht sollen sein.
Vll mache ich am Wochenende welche wenn ein geplantes Larpwaffenhauen stattfindet.

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #78 am: August 30, 2014, 21:52:40 »
Habe die unebenheiten abgeschliffen und das ganze mit Kunstleder überzogen.
Sowie eine Platte aus Leder angebracht.

Das Abfschleifen von kleinen Sachen geht miut dem Bandschleifer recht gut. Großflächige Buckel sollten eher schwer werde.

Asfael wie flexiebel ist eigentlich deine Rüstung?
Weil die wo ich baue verhält sich bis auf den Brustbereich wie sehr dicke Folie.


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Asfael / Kheresh

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #79 am: August 31, 2014, 22:07:06 »
Flexibilität hängt von der Anzahl der verbauten Stoffschichten ab- was ich ausgenutzt hab, um z.B. die Aufhängungen der Seitenteile zwar unzerreißbar, aber hochflexibel , die Seitenteile biegsam genug, um sie beim Sitzen 90 Grad knicken zu können, und die stärksten Teile der Haupt-Impakt- Zonen nicht mehr biegsam zu bauen.
Insgesamt - stimmt: Du gehörst zu den denen, die mich nicht geknautscht haben (ich bin -egal mit welcher Rüstung- schon lange nicht mehr zu oft "materialgeprüft" worden wie auf EE)- also insgesamt wird man einen Linothorax nicht starr kriegen, weswegen ich z.B. im Helm oder der vorderen Falte der Maske mit verleimten "Kanten" gearbeitet hab- dort biegt sich das Material nicht gegen die Kante, sondern nur auf beiden Seiten. So kann man Formen erzeugen, die starr genug sind, um auch echten Schutz zu bieten.

Bei mittelalterlichen Stahlrüstungen haben die Schmiede ebenfalls einzelne Bleche erzeugt, die in verschiedenen Bereichen verschieden dick waren (mit heutigen Blechen aus der Walzanlage nicht zu vergleichen). Dieses Prinzip kann sich der geneigte Linothorax- Bauer mit einfachsten Mitteln ebenfalls zu Nutze machen- der Harnisch z.B. ist vorn und hinten dicker als an den Seiten.
Mein Problem war eher, daß das zähe Material ab einer gewissen Stärke (ab 12 Schichten wird es kritisch) mit einer Blechschere nicht mehr zu trennen ist- wenn so starke Teile getrimmt werden müssen, hilft nur das "Abschnitzen" kleinster Teile mit einem Cutter; langwiedrig, schwierig und gefährlich für die Finger. Deswegen trimm ich die Werkstücke alle 2-3 Schichten- das geht einfach.

Lange Antwort auf eine einfache Frage- aber gerade die variable Flexibilität des -hab ich es schon erwähnt: unglaublich coooolen-  Materials ist keine Schwäche, sondern eine Stärke; die sich aber erst zeigt, wenn man die Bauteile wölbt- sonst hält das Werkstück keine Form. Glatte Bauelemente- egal wie stark- werden sich biegen. Die klassischen Formen nutzen das für den Korpus und die Schulterplatten, die, rund gebogen sich nirgendwo anders mehr hinbewegen werden und so Stabilität erzeugen.
Ich häng hier noch ein Bild von HPs "klassischem" Linothorax dran- die Rüstung ist jetzt mehrere Jahre alt, besteht nur aus 2 Teilen und die Schultern haben 20 Lagen Stoff.  Peter hat alle Kanten mit Stoff versäumt. Die Hängeteile unten (Pteruges) sind umleimte Bronzestreifen. Die Rüstung ist pfeilsicher und mit antiken Kurzschwertern nicht zu knacken.

Für meinen Pseudo- Samurai- Panzer mußten die Bauteile jedoch gewölbt werden, damit die Form stabil bleibt. Ich hab bewußt alle existierenden (ok, jedenfalls eine Menge davon) 3D- Formen in der Rüstung verbaut: Fast plan mit leichter einfacher Wölbung, doppelt gewölbt (also kuppelförmig), konkav ringförmig (wie die Innenseite eines Rettungsringes), Wölbungen mit abwechselnden Vertiefungen und einfach gewölbte Flächen, die sich auf einem ebenfalls gewölbten Rist treffen. Viele dieser Formen (die alle im jeweiligen Funktionsbereich der Rüstung für Stabilität sorgen) wären mit Metall oder Leder nicht oder nur sehr aufwändig mit komplizierten Schnittmustern der Einzelteile zu realisieren. Das und die Undurchdringlichkeit des Verbundwerkstoffes gepaart mit dem geringen Gewicht und der einfachen Verarbeitung hab ich noch bei keinem anderen Material gefunden.
By the way: Danke für die Bilder- wird noch eine Weile dauern, bis alles Material online ist- ich melde mich dann. Und wenn Du mal eins im Stehen hast, wo die breite Seite der Klinge quer zur Kamera gehalten wird....
oder die Dame die Rüstung mal angezogen zeigen mag...
« Letzte Änderung: August 31, 2014, 22:21:37 von Asfael / Kheresh »
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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #80 am: August 31, 2014, 23:52:14 »
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Das Wölbung ungemein Stabilität reinbringt hab ich bei der Brust der Rüstung auch gemerkt, die sind wirklich gut geschützt ;D

Foto von meiner Nurgle Rüstung lasse ich dir zukommen sobald ich kann, wird aber etwas dauern da ich die nächsten 2 Wochen mit umziehen beschäftigt bin.

Werde die "Dame" mal fragen ob ich Fotos von ihr einstellen darf, die gibts dann aber nach dem 12.09.
Da geht sie eben auf ne Cosplaycon und lässt sich ablichten.

Kannst du mir vll noch ein Foto der verleimten Kanten am Helm zur Stabilisierung zeigen?
Wie verleimst du den Stoff eigentlich? Ich habe ca 5x20cm Stoffstreifen ausgeschnitten und leicht überlappend geklebt. Erste Schicht längs, zweite SChicht quer und die Oberschicht aus 2 Teilen gemacht.


Das wird definitiv nicht mein letztes Linoprojekt gewesen sein, ich bin von dem Material ebenfalls begeister!
Geplant ist schon eine Kultistenrüstung :D

Nurglecoach

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Asfael / Kheresh

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #81 am: September 01, 2014, 20:00:16 »
Gerade fällt mir ein, wie ich sagen kann, was ich meine: mit einem Bild.
Es geht um eine Bauform, die mit Metall oder Leder nicht oder nur mit echter Handwerkskunst zu machen ist, die aber bei guter Verbindung zum stabilsten gehört, was es mit Platten gibt: gewölbte Kanten oder "Ridges":

Gemeint sind die eingezeichneten roten Linien: Die einzige gerade Kante ist die vorn am Visier- sie verhindert, das sich die Gesichtsplatte nach innen eindellen kann. Die anderen Kanten sind nochmal gewölbt und mit mehr Schichten verstärkt- und dieser Helm hat keine Naht, Verklebung oder verschweißten Einschnitt, sondern die ganze Helmdecke besteht aus einem einzigen Stück unlösbarem Verbundwerkstoff. Er kann sich dort nicht eindellen und beseitigt so die Materialschwäche "Flexibilität", die (wie bei einem Lederhelm) einem Impakt nicht widersteht, sondern einbeult und zu einem Kompressionstrauma führt- wie wenn man ein Stück Leder auf den Kopf legt und dann mit einem Hammer draufhaut. Die Linothorax- Konstruktion in Verbindung mit den inneren Polsterungen dagegen ist einem "Bauhelm" aus Plastik mindestens ebenbürtig.

Wie verarbeite ich die Stoffstücke?
Leim mit 50er- Pinsel (für feine Teile auch einen 30er) auf die Fläche (Leim kann etwas dicker sein). Den vorher ungefähr zugeschnittenen Stoff an einem Ende auf die Fläche legen und mit dem Pinsel mit mehr Lein "anmassieren", dann der Rest des Stoffes mit Pinsel anleimen. Geht tatsächlich, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Null Schweinkram! Für diese obere Leimschicht gilt: möglichst dünn, damit es keine "Tränen" gibt.  Ich verdünn den Leim nicht und preß auch die Flächen nicht. Man bekommt relativ schnell ein Gefühl dafür, wie das Stück Stoff aufzulegen und wo zuerst zu "fixieren" ist.
Für tiefe Einschnitte und komplizierte Berg- und Tal- Abschnitte hab ich kleine Stücke genommen und gezielt mit den Überlappungsbereichen gearbeitet. Ab Schicht 4 werden meine Stücke größer- so groß wie möglich (auch hier bekommt man schnell, aber auf die harte Tour ein Gefühl dafür, was geht) um eine möglichst ebenmäßige, nicht von "Nähten" gestörte Oberfläche zu erzeugen. Ich bin mir sicher, das man dieses Prinzip noch erheblich weiter treiben könnte, als ich es hier getan habe und unvermeidbare Nähte (Überlappungen) so legen könnte, das sie sich harmonisch ins Gesamtbild fügen.
Beim nächsten Mal...

Was man nicht vergessen sollte (und auf was ich bei meiner Rüstung bewußt verzichtet hab) ist die Möglichkeit der Integration (also tatsächlich einleimen) von Metallplatten, die ebenfalls Flexibilität begrenzen und Schutz verstärken. Aufnieten würd ich sie eher nicht, weil "Mittelalternieten" mir für den Werkstoff zu brachial erscheinen- moderne Hohlnieten gehen aber- ich hab meine alle später unter Stoffschichten verschwinden lassen.
Das Beziehen mit Leder oder Stoff find ich übrigens einen guten Weg zur Oberflächenveredelung.
Ein anderer wäre, einen stark bestickten Stoff als oberste Schicht zu verleimen- das Muster bleibt erhalten und klar sichtbar und kann später mit Bemalung noch weiter "rausgeholt" werden.

Und ja- wenn Du an Bilder des Cosplay- Outfits - oder Trageerfahrungen- kommst, wäre hier glaub ich ein guter Platz dafür.

Was ist eigentlich mit dem "zerlegten" Plattengürtel aus einem der letzten Posts: Könnte man den auch mal - vor der Reparatur- zeigen? Auch was nicht klappt ist genauso interessant und wenn sich hier jetzt nach Ende des eigentlichen Thread eine Diskussion ergibt, wär es sicher eine Bereicherung!
« Letzte Änderung: September 01, 2014, 20:11:22 von Asfael / Kheresh »
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Baran

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #82 am: September 02, 2014, 10:37:06 »
Der Zerlegte Plattengürtel war meiner.

Die Platten bestanden aus 4-5 Schichten Stoff, der Leim war einer der 5l Kanister für 20€ Kanister.

hier der Gürtel selber
hier und hier die verformtesten Platten.

Ich bin, wie gesagt, noch am rätseln ob es an zu wenigen schichten oder dem billigen Holzleim lag.

Asfael / Kheresh

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Re: Asfael: Linothorax- Kultist /Schnabeltier
« Antwort #83 am: September 02, 2014, 21:42:25 »
Ah, yes- hab den Gürtel im Spiel gesehen und ihn für Leder gehalten- auch wegen der schönen Farben!
-sucht in den Bildern-
https://plus.google.com/photos/114866158652454246358/albums/6051096392647139729/6051217480477458882?authkey=CKTunY-h4Z2iMw&pid=6051217480477458882&oid=114866158652454246358
Ich glaub eigentlich nicht, das es am Leim liegt- man erwischt im Baumarkt fast automatisch den 3er (wasserfest) außer man findet im Netz was Günstiges- da kann es schonmal 2er sein.
Auf dem Bild tut das Material das, was gerade, ungewölbte Lino-Platten (und Leder, egal wie dick) bei Wärme und Belastung tun- sie passen sich an: hier der Bewegungszone der Taille. Verhindern könnte man das mit gewölbten Platten (hier hilft nur Neubau- einmal trockenes Material kann nicht mehr verändert werden)- oder man repariert:
- Platten wieder gerade spannen (Gewichte, Schraubzwingen o,Ä). Dauert ein paar Tage, geht aber- das Material möchte wieder in die Oridinalform zurückkehren.
- und sie zwingen, die Form zu halten; z.B. Metallblech  dahinternieten. Es würde nicht viel kosten oder lange dauern, da die Blechplatten nicht hinter den Lino-Platten hervorstehen und deswegen an den Rändern nur gefeilt, nicht rembordiert werden müssen. Man würde die Platten erst kleben (Leim oder besser Uhu oder Pattex) und dann anbohren und nieten (Hohlnieten). Die Nietköpfe können unter einer Schicht Stoff (aufleimen) verschwinden und die Oberfläche wieder angeglichen werden.

Der Gürtel ist ccol- ein Rettungsversuch wird sich lohnen, denk ich- sowohl bezüglich Bastelzeit als auch Materialaufwand.
Allerdings werden Platten, die nicht nachgeben und gerade bleiben, vermutlich Deine Beweglichkeit mehr einschränken als die verbogene, anatomisch angepaßte Version.
Hast Du Dich schon für eine Maßnahme entschieden?

MeinerEiner hat übrigens aus dem BastelGAU vor EE gelernt (für diesmal): Alle fälligen Renovierungsarbeiten werden jetzt zeitnah erledigt und nicht "vor dem nächsten Einsatz"- da gibbet genug anderes zu tun...
« Letzte Änderung: September 02, 2014, 21:44:33 von Asfael / Kheresh »
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